timschreibtdas

Bekenntnisse eines diskreten Werbetexters.

Tschüss, Anspitzer.
Hallo, ChatGPTim!

Es war erst einmal nur ein spontaner Scherz. Ein kleines Wortspiel. Bei einem Vortrag über KI im Marketing ging es um die schnell wachsende Zahl der Apps und Modelle – und der Experte auf der Bühne machte eine süffisante Bemerkung, an mich gerichtet: „Sorry, Tim, aber bald ist bestimmt auch eine StelzerKI verfügbar.“ Worauf ich antwortete: „Ich bin ChatGPTim!“

Ein Lacherfolg, immerhin. Aber dann rief jemand aus dem Publikum ins Gelächter hinein: „Die Domain solltest du dir sichern!“ Tags drauf stellte ich erstaunt fest, dass chatgptim.de tatsächlich frei war. Seitdem gehört sie mir. Und seitdem stelle ich mir Fragen.

Was bedeutet ChatGPTim eigentlich?

Für mich?

Aber vor allem: für meine Auftraggeber*innen?

GPTs was Neues?

Das konnte man als nettes Kompliment werten. Oder als Bedrohung meines Geschäftsmodells.

Meine Arbeit ging einfach weiter.

Bei meinen Auftraggeber*innen merke ich allerdings immer wieder, dass für sie in der Zusammenarbeit mit mir nicht irgendein Tool oder irgendwas Technologisches im Vordergrund steht. Sondern das hier:

Oder, wie es kürzlich jemand formulierte, der mich seit rund 20 Jahren beruflich kennt: „KI wird immer ein Standard sein und nie wertvoll klingen. Du aber schon!“

Die Antwort auf die Fragen oben ist also: ChatGPTim bedeutet nichts Neues. Was ja sehr angenehm ist, gerade in diesen Zeiten. Wer mit mir zusammenarbeitet, bekommt weiterhin das Paket aus Persönlichkeit, Haltung, Kompetenz, Verlässlichkeit und Kreativität, für das ich stehe und für das ich geschätzt und gebucht werde. „ChatGPTim“ ist ein Aufhänger, ein Hook, ein nerdiges Wortspiel wie das in der Subline oben. Der neue Name begleitet meinen Website-Relaunch und macht im besten Fall eine Spur neugierig (und hat Sie immerhin bis hierhin geführt). So wie mein bisheriges Logo, der Anspitzer:

„Anspitzer? Du hast ein Anspitzer-Logo?“

Diese Frage stellte mir kürzlich jemand, der mich sogar schon deutlich länger als 20 Jahre beruflich kennt. Was mal wieder zeigt, worauf es ankommt. Und worauf nicht.

Alles klar?

Ich spitze schon mal den Bleistift.

Bis bald!